Pflege der Tauchausrüstung - Allgemeine Tipps


Vielen Risikofaktoren beim Tauchen kann man schon über Wasser vorbeugen. Dazu gehören Unfälle, Krankheiten und Haut-Irritationen auf Grund von defekter oder mangelhaft gepflegter Ausrüstung – beides sind die häufigsten Unfallursachen im Tauchsport.

Gründliches Abspülen mit Frischwasser: Ein Muss nach jedem Tauchgang. Foto: Sonja Kaute
Gründliches Abspülen mit Frischwasser: Ein Muss nach jedem Tauchgang. Foto: Sonja Kaute

Die Pflege der Ausrüstung dient der Sauberkeit und Hygiene, ist bei vielen Teilen der Ausrüstung aber auch elementar für die Sicherheit des Tauchers. Reinigung und Desinfektion verhindern Haut-Irritationen oder Krankheiten durch Bakterien und Pilze. Die Pflege beugt außerdem Materialverschleiß, Rissen und brüchigen Stellen an Schläuchen und Neopren vor.

Vor allem bei Hobbytauchern kommt das Thema Desinfektion oftmals zu kurz. Dabei ist die Tauchausrüstung besonders anfällig für die Ausbreitung von Bakterien und Pilzen. Diese können allergische Reaktionen und Infektionen an Haut und Atemwegen auslösen. Die Tauchausrüstung sollte daher unbedingt gereinigt und desinfiziert werden.

 

In weiteren Beiträgen werden die einzelnen Ausrüstungsteile hinsichtlich ihrer Pflege aufgelistet. Vorher jedoch ein paar grundsätzliche Regeln:

  • Die Angaben der Hersteller sollten immer beachtet werden. Die Hersteller wissen am besten, was ihre Produkte an Pflege benötigen, wie oft Pflege und Desinfektion nötig sind und was die Ausrüstung an Mitteln verträgt.
  • Nach dem Tauchen möchte man entspannen, aber nach jedem Tauchgang sollte zuerst die Ausrüstung mit sauberem Süßwasser gespült werden. Salzkristalle greifen das Material an. Schmutzpartikel können Kleinteile wie O-Ringe beschädigen oder Ventile verstopfen. Beim Spülen sind teilweise besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Vor der Einlagerung ist eine gründlichere Reinigung und Desinfektion angebracht.
  • Zusätzlich zur Reinigung empfiehlt sich eine regelmäßige Desinfektion. Das gilt vor allem für Neoprenteile, Jacket samt Luftkammer und die zweite Stufe des Atemreglers (soweit er nicht ohnehin in Revision geht). Bester Zeitpunkt: nach dem Tauchurlaub und vor der Einlagerung. Wichtig: Anwendungshinweise genau beachten und ein Mittel wählen, das das Material nicht angreift, Mikroorganismen bekämpft und im Idealfall ökologisch verträglich ist.
  • Die Tauchausrüstung gehört wann immer möglich richtig getrocknet. Feuchtigkeit bietet Mikroorganismen eine optimale Verbreitungsgrundlage. Allerdings: Niemals Ausrüstungsteile über längere Zeit direkter Sonne aussetzen. Sonne trocknet Neopren und Schläuche aus und macht das Material brüchig.
  • Bei korrekter Lagerung werden weder Neopren noch Schläuche geknickt, um Bruchstellen zu vermeiden. Oftmals ist eine hängende Lagerung am besten, zum Beispiel bei Anzügen, Jackets und Atemreglern.
  • Nach längerer Lagerung wird die Ausrüstung am besten einmal im Pool oder Indoor-Tauchzentrum getestet, bevor es in den See oder ins Meer geht. Denn auch während der Lagerung kann Verschleiß auftreten.
  • Revisionsintervalle von Atemregler und Jacket sind penibel zu beachten!

 

Tipps zu einzelnen Ausrüstungsteilen

  • Tauchflasche: Die „Dive Inside“ hat sich 2007 ausführlich mit dem Thema Flaschen-TÜV auseinander gesetzt. 

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