Tauchen im Zeitalter von SarS-COV-2

Autor: Markus Müller


31. Dezember 2019

 

– Nicht nur ein Tag der die Welt veränderte, auch der Tag, der unser liebstes Hobby, das Tauchen, veränderte. Nicht nur regional, sondern global, in den 195 Staaten dieser Welt, war über Nacht plötzlich nichts mehr so, wie es mal war. In Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, in der Volksrepublik China, wurde der Ausbruch einer neuen Lungenentzündung bestätigt, von der WHO als COVID-19 deklariert.

Mit stetig steigenden, rasant wachsenden Infektionszahlen im ersten Quartal des Jahres, folgte in der Zeit von Mitte März bis Anfang Mai ein stufenweiser Lockdown, der für ein nahezu komplettes Erliegen des öffentlichen Lebens sorgte. 

Viele Wirtschaftszweige kämpfen seitdem ums Überleben, so auch die Unterwasserbranche, die einerseits für viele Menschen ein Hobby in Freizeit und Urlaub darstellt, für andere wiederum ein existenzielle Erwerbsgrundlage bedeutet. Angefangen von den großen Herstellern von Tauchequipment, bis hin zu den Tauchlehrer/-innen, die als Einzelunternehmer in der Brache ansässig sind und uns jeden Tag aufs Neue, mit Herzblut unser liebstes Hobby näherbringen.

 

Etliche Branchenbegleiter haben es in den letzten Monaten leider nicht geschafft, Ihre Unternehmung erfolgreich durch die Krise zu manövrieren. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Gründen, der gravierendste ist sicher die Krise und die damit einhergehenden, fehlenden finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes, selbst. Als weitere, nicht unerhebliche Gründe konnten wir oftmals ermitteln, dass die örtlichen Gegebenheiten nicht geeignet waren, oder schlicht Manpower fehlte, den Betrieb fortzuführen. 

Und natürlich fehlten die Kunden, die nach dem Shutdown erst einmal damit beschäftigt waren, Ihre eigenen Probleme zu lösen. Die Leidenschaft zu tauchen, stand plötzlich weit hinten auf der ‚To do‘-Liste. Und nicht zuletzt begegneten uns bei unserer Recherche leider auch immer wieder Tauchbasen und Vereine, die vielleicht die Mittel gehabt hätten, aber aufgrund mangelnden Ideenreichtums, fehlender Flexibilität oder der Scheu vor Aufwand oder der Gefahr, schlicht aufgegeben haben.

 

Aber es gibt auch genügend andere Beispiele von inhabergeführten Tauchbasen und auch Tauchvereinen, die die Unwägbarkeiten der Krise annehmen und mit Bravour meistern. Hier wurden in kurzer Zeit Konzepte auf die Beine gestellt, die die Sicherheit Ihrer Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter im Hinblick auf den Infektionsschutz gewährleisten und dabei trotzdem einen weitest gehenden unbeschwerten Tauchgenuss ermöglichen.

 

Zwei inhabergeführte Tauchbasen möchten wir Euch heute mit Ihren Konzepten vorstellen:

 

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1. Tauchbasis Nero-Sport Diving Center auf Zakynthos, Griechenland:

 

Die Tauchbasis Nero-Sport wurde im Jahre 1987 von Peter Mohr gegründet und feierte in diesem Jahr ihr 33-jähriges Jubiläum. Wie schon in den vergangenen Jahren durchgängig, wurde die Basis auch 2019 wieder für den "Tauchen Award" in der  Kategorie "Beste Tauchbasis Mittelmeer" nominiert.

 

Das Team der Tauchbasis rund um die Familie Mohr, verlor nach Ausbruch der Pandemie keine Zeit und entwickelte innerhalb eines kurzen Zeitraums ein schlüssiges Hygiene- & Sicherheitskonzept. 

 

Herausgekommen ist hierbei ein innovatives, humorvolles, aber vor allen Dingen sicheres Konzept, welches größtmöglichen Schutz für alle Besucher der Basis in Aussicht stellt und dabei auch noch die dringend nötige Portion Urlaubsfeeling, in einer ansonsten eher tristen Zeit, verbreitet.


Rechte-Inhaberschaft:

Nero-Sport Diving Center, Zakynthos GR

Produktion:

LMH Media


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2. Tauchbasis PC-Diving am Unisee, Deutschland,  

 

Die Tauchbasis von Peter Clausen liegt direkt am Unisee, am Campingplatz „Hansecamping“. Ein idealer Standort, der gut mit dem Auto, als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Auf der Basis befinden sich zudem der Schulungsraum, der Verkauf von Tauch- und der Service für Tauchequipment. 

 

PIT alias Peter Clausen bekam 1968 seine erste Tauchermaske von seinem Vater geschenkt – womit seine Liebe zum Tauchen begann. Pit startete als Apnoist, erwarb 1988 seinen ersten Tauchschein und machte vor über 20 Jahren seine Leidenschaft zum Beruf. Diese geballte Erfahrung aus 30 Jahren Tauchleidenschaft, Ausbildung und jahrelanger Tätigkeit als Berufs- und Forschungstaucher fließen in die Ausbildung ein. So lernen Sporttaucher bei ihm ebenso viel wie professionelle Taucher.

 

Mit Ausbruch der Pandemie, entwickelten Peter Clausen und Friedrich Alexander Gaul einen Hygieneplan, der sich unserer Meinung nach, sehen lassen kann und durchaus einen professionellen Anspruch erhebt. Ziel der Aktion war es, nicht nur die eigene Basis mit einem schlüssigen Konzept gegen Covid-19 und den daraus resultierenden Folgen auszurichten. Ziel war es auch, den Hygieneplan Tauchverbänden, Tauchbasen und unabhängigen Tauchvereinen, sowie Hilfsorganisationen zugänglich zu machen und dort zur Anwendung bringen zu lassen. Hierbei sind Sie so weit gegangen, dass sie, Vereinen, Basen und Hilfsorganisationen die Freigabe erteilt haben, den Leitfaden für den internen Gebrauch auszudrucken. Tauchverbände dürfen ihn außerdem auf den eigenen Internetseiten einstellen und an ihre Mitglieder weiterreichen.

 

Allein vor dem Hintergrund des gemeinnützigen Zweckes, finden wir diese Aktion beachtlich und erwähnenswert!

Download
Hygieneleitfaden im Tauchsport.pdf
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Herausgeber:

Peter Clausen und Friedrich Alexander Gaul

 

 

 


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Egal für welchen Weg sich am Ende Tauchbasen, Vereine oder Organisationen im Hinblick auf Covid-19 entschieden haben, wir haben bei unserer Recherche eines sicher gespürt:

 

'Die Branche lebt nach wie vor Tauchen' und stellt sich mit unbändigem Enthusiasmus, Tatendrang und Stolz den Herausforderungen, die die Pandemie täglich mit sich bringt.

 

Am Ende wird alles gut!

Wir danken allen Beteiligten für die Gespräche und Einblicke, die sie uns in den letzten Wochen gewährt haben!


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