Eine Kulisse wie in "James Bond": Tauchen im Weissensee in Kärnten

Autorin: Sonja Kaute


Abgestürzte Bäume, dicke Karpfen, Hechte und große Schwärme von Barschen und Jungfischen: Der Weißensee in Kärnten hat sie alle! Obendrein ist er einer der höchsten Badeseen und vor allem am Ostufer erwartet den Taucher eine abgelegene Tauchbasis umgeben von erholsamer Natur am steilen Bergufer.

Riesige Baumstämme und Wurzeln in niedriger Wassertiefe haben schon ohne Fische ihren Reiz. Wenn man dann noch damit rechnen muss, hinter jedem Ast und zwischen den Zweigen etwas zu entdecken – oder es zu verpassen, wenn man sich nicht vorsichtig genug anschleicht – hat man große Chancen auf schöne, entspannte Tauchgänge. Im Weißensee bieten gleich mehrere Tauchplätze solche Möglichkeiten. Steilwände, versunkene Bäume, Fischreichtum: Langeweile kommt hier auch dann nicht auf, wenn man mehrere Tage hintereinander tauchen möchte.

Alle Tauchplätze werden mit kleinen Booten angefahren, ins Wasser geht man trotzdem vom schmalen Ufer aus. Die Bootsfahrt führt über ruhigen, langgestreckten See, der beinahe wie ein Fjord von steilen Berghängen umgeben ist. Enten begleiten die Boote, zu hören ist nichts, außer, das Ausflugsboot rattert gerade vorbei. Das östliche Ufer des Sees ist so abgelegen, es führt nicht einmal eine Umgehungsstraße um den See herum. Statt dessen Wege zum Wandern und Mountainbiken. Bebauung sucht man hier nahezu vergeblich – was für ein Anblick! Der Weißensee ist ein Naturpark, auch ganz offiziell. Die Kulisse ist beeindruckend genug für James Bond: 1986 wurden einige Szenen von „Der Hauch des Todes“ hier gedreht.


Im Winter pilgern die Eistaucher an den Weißensee. Bis zu einen halben Meter wird die Eisdecke dick, Jahr um Jahr. Die Sicht unter Wasser beträgt dann rund 20 Meter. Allerdings ist diese auch im Sommer meistens gut, vorausgesetzt, der Sommer ist nicht allzu verregnet. 2013 war da eher kein gutes Jahr. Durch die steilen Berghänge werden Sedimente bei Regen direkt ins Wasser gespült. Dank der vielen Fische und versunkenen Bäume gibt es aber immer etwas zu sehen und selbst bei mittelprächtiger Sicht lohnt sich das Tauchen im Weißensee.


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Der Weißensee: Der Weißensee liegt auf 930 Metern Höhe in Kärnten und ist umgeben von steilen Berghängen. Er ist bekannt für gute Sichtweiten, allerdings sorgt Regen rasch für schlechte Sicht. Das Ostufer ist wunderbar geeignet für Naturliebhaber, das Westufer ist belebter. Die maximale Tiefe liegt bei 99 Metern, zahlreiche Tauchplätze bieten aber die Möglichkeit für flache Tauchgänge.

Tauchbasis Dive-World in Stockenboi: Nettes Team, Bistro mit sehr leckerer Verpflegung, Hausriff mit zwei Tauchplätzen direkt am Strandbad. Die Tauchbasis ist angeschlossen an die diving.de-Tauchbasen und liegt direkt an einem Strandbad mit Campingplatz. Mehr Infos gibt es auf der Website von Dive-World.

 

Eistauchen im Weißensee: Neben guten Sichtweiten ist der Weißensee bekannt fürs Eistauchen. Dafür gibt es eine Garantie, denn der See friert im Winter sicher zu. Die wenigen Termine sind allerdings schnell ausgebucht.

 

Unterkunft: Von der Tauchbasis Dive-World empfohlen wird die Pension Wassermann mit Gasthof. In dem Familienbetrieb gibt es leckeres Essen, ein freundliches und zuvorkommendes Team und gute Zimmer in ruhiger Lage knapp 15 Minuten Autofahrt von der Tauchbasis entfernt. Es gibt zudem ein Ferienhaus sowie zahlreiche weitere Pensionen, Gasthöfe und Hotels.

 

Achtung, Bargeld! Wer sich für die Tauchbasis Dive-World entscheidet, sollte genügend Bargeld dabei haben. Der nächste EC-Automat ist 30 bis 40 Kilometer entfernt, fürs Bargeld holen im nächsten Ort braucht man mit dem Auto locker eine Stunde.


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